Die Break-Even-Analyse hilft dir dabei, den Punkt zu bestimmen, an dem die Gesamteinnahmen eines Unternehmens den Gesamtkosten entsprechen. Diese Analyse ermöglicht es dir, die Anzahl der Produkteinheiten zu bestimmen, die verkauft werden müssen, um rentabel zu sein, wenn der Preis und die Kosten des Produkts bekannt sind.
🔎 In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du die Break-Even-Analyse im Case-Interview erfolgreich angehst. Viel Spaß beim Lesen!
Eine Break-Even-Analyse ist entscheidend für die Beurteilung der Rentabilität eines Unternehmens. Sie veranschaulicht die Beziehung zwischen Gewinn, Einnahmen und Kosten und hilft dabei, den Break-Even-Punkt (BEP) zu berechnen. Dabei ist es wichtig, das Konzept der fixen und variablen Kosten zu verstehen.
Die Formel zur Berechnung des Break-Even-Punkts lautet:
Wenn die Fixkosten größer als Null sind, ist es entscheidend, einen positiven Deckungsbeitrag pro Einheit zu haben (d. h. der Preis muss größer sein als die variablen Kosten), um überhaupt einen Break-Even-Punkt zu erreichen.
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Im Consulting wird die Break-Even-Analyse häufig verwendet, um Kunden bei strategischen Entscheidungen zu unterstützen. Nehmen wir an, du hilfst einem Unternehmen, das plant, ein neues Produkt auf den Markt zu bringen. Du würdest die fixen und variablen Kosten des Produkts analysieren und den Break-Even-Punkt ermitteln.
CLIENT OBJECTIVE
Our client, Lumen Cinemas, an Italian cinema chain, has seen its profit decline and wants McKinsey's help to understand why and how to restore it.
BACKGROUND INFORMATION
Lumen runs multiplex cinemas in mid-sized Italian cities. It earns money from ticket sales, from food and drinks such as popcorn and soft drinks, and from advertising shown before the films. A share of every ticket goes to the film distributors. Most of Lumen's other costs, such as rent, staff, energy and maintenance, don't change much with the number of visitors. Since the pandemic, films reach streaming services sooner, and audiences come back mainly for big releases. Lumen's sites are older than those of a premium chain that has been expanding with large halls and reclining seats. The CEO wants a clear view of what is driving the decline before deciding what to do.
CLIENT OBJECTIVE
Our client, Ledgerline, a US provider of accounting software for small businesses, wants to know whether and how it should move its customers from one-time licenses to a monthly subscription.
BACKGROUND INFORMATION
Ledgerline's desktop software handles invoicing, bookkeeping and tax preparation for small businesses such as shops, tradespeople and agencies. Customers buy a license once and use it for several years, until a new version or a tax rule change prompts them to upgrade. Many also pay for an annual support plan. Ledgerline sells through its website and through independent accountants, who recommend it to their clients and earn a referral fee. Cloud-based competitors are growing fast with monthly plans, automatic bank connections and mobile apps. Ledgerline's customers are loyal, but its customer base is aging and new customers increasingly choose cloud tools. Investors value recurring revenue, but the board worries about upsetting long-standing customers.
CLIENT OBJECTIVE
Our client, Nordhavn, a Norwegian seafood company, wants to know whether it should acquire Patagonia Salmon, a family-owned salmon farmer in southern Chile.
BACKGROUND INFORMATION
Nordhavn farms Atlantic salmon in Norway's fjords and sells it fresh and frozen across Europe and Asia. Farming sites in Norway are limited by regulation and expensive to obtain, so Nordhavn's growth at home has stalled. Chile is the world's second-largest salmon producer, with lower costs in some areas, but the industry has a history of biological crises: algal blooms, sea lice and a virus outbreak that once destroyed a large part of the country's production. Patagonia Salmon owns hatcheries, sea farming sites and a processing plant in the Los Lagos and Aysén regions. It sells fresh fillets by air to the US and Brazil and frozen products to Asia. The founding family wants to sell, and Nordhavn has been invited to bid.
Your client is NovaBank, a fast-growing European digital bank offering current accounts, debit cards and credit cards.
Over the past year the value of fraudulent card transactions has increased significantly. NovaBank relies on a rule-based fraud system, for example blocking transactions above certain amounts or coming from unusual locations. The system has two problems: it misses many sophisticated frauds, and it blocks a large number of legitimate customer payments.
NovaBank is considering replacing or complementing its rules with a machine-learning model, and has asked BCG X to assess whether machine learning can materially improve fraud detection, how the solution should be designed, what value it could generate, and how to roll it out without damaging the customer experience.
„FemVest" ist ein Venture-gestütztes Fintech, das im Jahr 2026 einen mobilen Neobroker in Deutschland launchen möchte. Das Unternehmen ist überzeugt, dass Frauen im Bereich Retail-Investing strukturell unterversorgt sind:
Frauen besitzen seltener ein Wertpapierdepot, investieren im Durchschnitt geringere Beträge und treten später in den Markt ein als Männer. Gleichzeitig wächst die finanzielle Relevanz von Frauen – durch steigende Einkommen, demografischen Wandel und Erbschaften.
FemVest hat bereits eine regulatorische Zulassung sowie einen Depotbank- und Ausführungspartner gesichert. Dennoch sind zentrale strategische Entscheidungen noch offen: Das Zielsegment ist nicht finalisiert, das Produkt- und Serviceangebot nicht definiert, das Geschäftsmodell nicht festgelegt und die Go-to-Market-Strategie noch nicht entwickelt.
Der Vorstand bittet dich als Berater:in, das Marktpotenzial zu analysieren, eine erste Business-Case-Rechnung zu erstellen sowie konkrete strategische Handlungsempfehlungen für den Markteintritt abzuleiten.
Case-Beispiel: Markteintrittsstrategie in den Lithium Materialhandel
Stell dir vor, dein Klient ist ein Unternehmen, das in den Lithium-Materialhandel einsteigen möchte. Das Unternehmen plant, Lithium für die Elektroindustrie anzubieten und steht vor der Herausforderung, die rentabelsten Preispunkte und die damit verbundenen Kosten zu ermitteln. Deine Aufgabe ist es, eine Break-Even-Analyse durchzuführen, um herauszufinden, wie viele Einheiten verkauft werden müssen, um die initialen Investitionen und Betriebskosten zu decken.
Der Klient hat hohe Investitionskosten für Maschinen und Infrastruktur, die in den ersten Jahren signifikant sein werden.
Es wird auch erwartet, dass die variablen Kosten für Rohstoffe und Transport den Preis pro Einheit stark beeinflussen.
Schritt 1: Berechne den Break-Even-Punkt
Um den Break-Even-Punkt zu ermitteln, benötigen wir folgende Daten:
Fixe Kosten (FC): 500.000 € (z. B. Miete, Maschinenkosten, Gehälter)
Variable Kosten pro Einheit (VC): 100 € (z. B. Rohstoffkosten, Transport)
Verkaufspreis pro Einheit (P): 150 € (der Preis, zu dem Lithium verkauft werden soll)
Schritt 2: Berechnung
Jetzt setzen wir diese Werte in die Break-Even-Formel ein:
Das bedeutet, dass das Unternehmen 10.000 Einheiten Lithium verkaufen muss, um die Kosten zu decken.
Schritt 3: Interpretiere die Ergebnisse
Marktchancen: Überlege, ob die Verkaufszahlen realistisch sind. Gibt es eine hohe Nachfrage nach Lithium? Ist der Preis wettbewerbsfähig?
Strategische Entscheidungen: Wenn der Break-Even-Punkt als zu hoch angesehen wird, könnten Strategien wie Kostensenkungen, Preisanpassungen oder Marketingmaßnahmen entwickelt werden, um die Rentabilität zu steigern.
Übrigens, diesen Case findest du in unserer Case-Sammlung
Break-Even-Analyse bei schwacher Rentabilität
Ein weiterer wichtiger Anwendungsbereich der Break-Even-Analyse ist die Identifikation von Ursachen für schwache Rentabilität. Stell dir vor, dein Klient macht immer mehr Verluste, obwohl die Einnahmen gestiegen sind. In einem solchen Fall könnte die Analyse zeigen, dass gestiegene Kosten aufgrund einer neu eröffneten Fabrik die Ursache ist. Wenn die zusätzlichen Fixkosten höher sind als der Umsatzzuwachs, führt dies zu Verlusten.
Bevor du Marketingmaßnahmen empfiehlst, solltest du die Break-Even-Zahl der verkauften Einheiten prüfen. Für die Analyse benötigst du die folgenden Informationen:
Jährliche Fixkosten: 50 Millionen Euro
Durchschnittliche variable Kosten pro Produkt: 1.000 Euro
Durchschnittlicher Preis pro Produkt: 1.500 Euro
Die Berechnung des Gewinns pro Produkt wäre:
Um den Break-Even-Punkt zu ermitteln, verwendest du:
Das Unternehmen müsste also 100.000 Einheiten produzieren und verkaufen. Falls dies nicht machbar ist, könnte dein Rat lauten, die neue Fabrik zu verkaufen.
Key Takeaways 💡
Die Break-Even-Analyse hilft dabei, die Rentabilität deines Klienten zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Indem du die fixen und variablen Kosten genau analysierst und den Break-Even-Punkt bestimmst, kannst du Strategien entwickeln, um den Umsatz zu steigern und Risiken zu minimieren.
Beachte aber, dass jedes Unternehmen einzigartig ist. Es ist entscheidend, die Analyse an die jeweilige Situation anzupassen.
Überlege dir während eines Case-Interviews, wie du die Rentabilität steigern und die Kostenstruktur optimieren kannst. Nutze die Break-Even-Analyse dabei als deinen roten Faden, um Einblicke für deine Klienten zu gewinnen und ihnen zu helfen, ihre geschäftlichen Herausforderungen erfolgreich zu überstehen.
Finde hier noch weitere wichtige Berechnungen wie ROI und ROAS oder Bilanzierung, die du für dein Case-Interview auf PrepLounge üben solltest.
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Kosten-Nutzen-Analyse
Case-Mathe
Die Kosten-Nutzen-Analyse ist nicht nur ein Werkzeug zur Entscheidungsfindung in Wirtschaft, Ökonomie und öffentlicher Politik, sondern spielt auch eine bedeutende Rolle in Case-Interviews, insbesondere im Beratungs- und Strategiebereich. Diese Analyse hilft sowohl den Kandidat:innen als auch den Interviewenden, verschiedene Strategien zu bewerten, indem finanzielle und nicht-finanzielle Kosten mit den erwarteten Vorteilen verglichen werden.
🔍 Der Artikel beschäftigt sich mit der Anwendung der Kosten-Nutzen-Analyse zur Entscheidungsfindung, die Berücksichtigung quantitativer und qualitativer Faktoren sowie die Bewertung der relativen Attraktivität von Optionen. Zudem nennen wir ein konkretes Anwendungsbeispiel.
Wenn du dich auf Case-Interviews vorbereitest, wirst du schnell merken, dass die Begriffe „fixe Kosten“ und „variable Kosten“ immer wieder auftauchen. Diese Konzepte sind nicht nur wichtig für die Finanzanalyse, sondern auch für strategische Entscheidungen in Unternehmen. Lass uns gemeinsam herausfinden, was es mit diesen Kosten auf sich hat und wie du sie in deinen Cases gekonnt einsetzen kannst. ✨
Opportunitätskosten sind ein grundlegendes Konzept in der Wirtschaft und spielen auch in Case-Interviews eine große Rolle. Einfach gesagt, handelt es sich dabei um die Kosten, die entstehen, wenn du dich für eine Alternative entscheidest und dabei die Vorteile einer anderen Möglichkeit aufgibst. Klingt simpel, oder?
Doch wie genau kannst du dieses Konzept in einem Case-Interview anwenden? 🤔 Lass uns das Schritt für Schritt durchgehen, und am Ende zeigen wir dir an einem Beispiel, wie das Ganze in der Praxis aussieht.