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Was Berufseinsteiger über die Tätigkeit in der Unternehmensberatung wissen sollten

Du hast verschiedene Möglichkeiten in die Beratung einzusteigen

Beratung ist nicht gleich Beratung. Wer Interesse an einer Tätigkeit mit Beratungscharakter hat, kann neben den klassischen Strategieberatungen auch den Einstieg bei spezialisierten Boutique-Beratungen anstreben oder in die Beratungsabteilungen großer Industriekonzerne (sogenannte Inhouse-Beratungen) einsteigen. Die großen Strategieberatungen überzeugen durch eine starke Marke, anspruchsvolle Projekte, Internationalität und nicht zuletzt durch ein attraktives Vergütungspaket. Boutique-Beratungen trumpfen damit auf, dass man sich in seiner Wunschbranche voll ausleben kann und sich innerhalb dieser Spezialisierung sehr schnell zum Experten weiterentwickeln kann. Inhouse-Beratungen gewinnen in den letzten Jahren zunehmend an Beliebtheit, da man sich hier als Berater eine bessere Work-Life-Balance verspricht. Darüber hinaus kann man ein enges Netzwerk innerhalb des Unternehmens aufbauen und den Grundstein für eine spätere Karriere im entsprechenden Konzern legen.

Fähigkeiten, die Du als Berater mitbringen solltest

Unabhängig davon bei welchem Arbeitgeber man sich bewirbt, der Berufseinstieg ins Consulting verläuft oft ähnlich. Wer erst einmal die passenden Stellenangebote in der Jobbörse gefunden hat und den herausfordernden Weg durch das Recruiting sowie die Case-Interviews im Bewerbungsgespräch gemeistert hat, dem steht einer Karriere in der Beratung nicht mehr viel im Wege.

Natürlich muss man, wenn man als Consultant in der Beratung arbeiten möchte, bestimmte Fähigkeiten und Erfahrungen mitbringen. Neben einer exzellenten akademischen Ausbildung kommt es auf Auslandserfahrung (entweder im Rahmen eines Auslandssemesters oder eines Auslandspraktikums) und umfängliche Arbeitserfahrung an. Gerade bei Absolventen mit einem betriebswirtschaftlichen Studium werden oft mindestens zwei Praktika bei einschlägigen Unternehmen vorausgesetzt.

Auch als Nicht-BWLer kannst Du in der Unternehmensberatung durchstarten

Im Consulting existieren die unterschiedlichsten Beratungsfelder, weshalb man auch als Akademiker ohne wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund (sogenannte "Exoten") einen Job als Berater finden kann. Insbesondere Naturwissenschaftler sind gefragt, da diese durch ihre analytische Arbeitsweise für spezielle Arbeitgeber gut geeignet sind. Aber auch Medizin- oder Pharmaziestudenten mit sehr guten akademischen Leistungen finden häufig schnell eine Anstellung als Berater in Boutique-Beratungen, die sich auf den jeweiligen Sektor spezialisiert haben. Auch Strategieberatungen sind ständig auf der Suche nach sehr guten Exoten ohne ein klassisches wirtschaftliches Studium. Von den Beratungen erhalten sie zum Start ihrer Beraterkarriere intensive Schulungen. In diesen "Mini-MBA"-Schulungen erhalten auch Exoten das notwendige Rüstzeug für die Arbeit als Berater.

Aber neben guten Noten und einem abgeschlossenen Studium muss der angehende Consultant auch eine breite Palette an Soft-Skills mitbringen. Schon im Recruiting wird stark ausgesiebt. Weiter kommt nur, wer die nötigen Kommunikationsfähigkeiten und das verlangte selbstsichere Auftreten mitbringt. Sicherlich wird die noch mangelnde Berufserfahrung im Rahmen der Auswahlgespräche bei der Bewertung berücksichtigt, aber dennoch sind bereits zum Berufseinstieg in die Unternehmensberatung die Voraussetzungen extrem hoch. Auch gute Analysefertigkeiten sind vom Arbeitgeber gewünscht, weshalb Cases im Bewerbungsgespräch als Teil des Assessments nicht fehlen dürfen.

Einstiegsgehalt sowie Arbeitszeiten sind in der Beratung hoch

In seltenen Fällen ist der Einstieg als Trainee möglich, jedoch ist grundsätzlich ein Einstieg in die Consultingbranche als Juniorberater üblicher. In beiden Fällen kann man ein hohes Einstiegsgehalt erwarten. Entsprechend ist jedoch der Arbeitsaufwand auch höher als in den meisten anderen Jobs: Eine klassische "nine-to-five" Arbeitszeit erwartet die meisten Einsteiger nicht. Stattdessen ist es in den meisten Unternehmensberatungen üblich, dass bereits Berufseinsteiger ein sehr hohes Arbeitspensum haben. Im Gegenzug winken dann allerdings nicht nur ein hohes Einstiegsgehalt, sondern auch viele Weiterentwicklungsmöglichkeiten und gute Karrierechancen über die Beratung hinaus. Viele ehemalige Berater finden nach ihrer Beraterzeit den Ausstieg (sogenannter "Exit") bei großen Industrieunternehmen, bei kleineren Beratungsboutiquen oder auch in Startups.