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5 häufige Fehler in Finance-Interviews

Bereitest du dich gerade auf ein Finance-Interview vor? Egal ob im Investment Banking, Private Equity oder Venture Capital: Es gibt einige typische Fehler, die du im Interview vermeiden solltest.

In Finance-Interviews möchten Interviewer:innen nicht nur dein technisches Wissen prüfen. Sie wollen auch sehen, wie gut du kommunizierst, wie gut du die Rolle verstehst und wie du unter Druck arbeitest. Hier erfährst du, welche häufigen Fehler du in Finance Interviews vermeiden solltest.

1. Technische Konzepte nicht gut genug zu beherrschen

Technical Questions sind in der Regel ein zentraler Bestandteil von Finance Interviews. Eine gründliche Vorbereitung ist daher unverzichtbar. Ein häufiger Fehler von Kandidat:innen besteht darin, Formeln auswendig zu lernen, ohne die Logik dahinter wirklich zu verstehen. Auch die Zusammenhänge zwischen Accounting, Valuation und Financial Modeling bereiten vielen Schwierigkeiten.

Bei jedem Finance-Konzept solltest du das größere Gesamtbild verstehen und erklären können, was passiert und wie sich bestimmte Veränderungen auf ein Unternehmen auswirken. Das gilt beispielsweise für Themen wie DCFs, die Three Financial Statements oder Valuation Multiples.

Tipp: Übe, Konzepte in deinen eigenen Worten zu erklären. Verliere dich dabei nicht zu sehr in Details, sondern behalte immer das grobe Ganze im Blick.

2. Allgemeine Antworten auf „Warum Finance?“ oder „Warum dieses Unternehmen?“ 

In Finance-Interviews wirst du häufig gefragt, warum du im Finance-Bereich oder bei genau diesem Unternehmen arbeiten möchtest. Vermeide Antworten, die genauso gut auf fast jede andere Finance-Rolle oder Firma passen könnten. Das kann schnell den Eindruck erwecken, dass du dich nicht ausreichend mit dem Unternehmen und der Position beschäftigt hast. Auch Reputation oder Prestige sollten nicht die einzigen Argumente sein.

Eine gute Antwort verbindet deine bisherigen Erfahrungen, Interessen und Karriereziele mit der jeweiligen Rolle. Bei firmenspezifischen Fragen solltest du außerdem über aktuelle Deals, relevante Sektoren sowie die Positionierung und Kultur des Unternehmens Bescheid wissen.

Tipp: Nenne konkrete Gründe wie relevante Deals, Teams, Sektoren oder bestimmte Aspekte des Unternehmens, die dich wirklich interessieren.

3. Behavioral und Fit Questions unterschätzen

Eine gründliche Vorbereitung auf Technical Questions ist wichtig, sollte aber nicht deine gesamte Vorbereitung bestimmen. Kandidat:innen unterschätzen häufig Behavioral und Fit Questions und werden davon im Interview überrascht.

Für Behavioral Questions solltest du dir im Vorfeld mehrere Erfahrungen überlegen, die du flexibel auf unterschiedliche Fragen anwenden kannst. Deine Beispiele sollten deinen eigenen Beitrag deutlich machen sowie klar strukturiert und prägnant sein.

Tipp: Bereite mehrere starke persönliche Beispiele vor und strukturiere sie mithilfe der STAR-Methode.

4. Nicht genug über den aktuellen Markt wissen

Besonders für Positionen im Investment Banking, Asset Management, Equity Research oder anderen marktbezogenen Bereichen erwarten Interviewer:innen, dass du dich mit aktuellen Entwicklungen am Markt auskennst.

Nur die Headlines zu kennen, reicht dabei nicht aus. Du solltest verstehen, warum eine Entwicklung relevant ist, und beispielsweise die Rationale hinter einer aktuellen Transaktion erklären können. Darüber hinaus möchten Interviewer:innen häufig deine persönliche Einschätzung zu aktuellen Marktentwicklungen hören. Bereite dich deshalb gut vor und versuche nicht kurz vor dem Interview alles nachzuholen.

Tipp: Verfolge regelmäßig einige relevante Unternehmen, Sektoren und Deals und sei darauf vorbereitet, deren strategische und finanzielle Auswirkungen zu diskutieren.

5. Bei schwierigen Fragen vorschnell antworten

Finance-Interviews können stressig sein und schnell das Gefühl vermitteln, dass du jede Frage sofort beantworten musst. Das kann jedoch zu vermeidbaren Fehlern führen, insbesondere bei Technical Questions oder Berechnungen.

Nimm dir einen Moment Zeit, um deine Gedanken zu strukturieren und arbeite dich anschließend Schritt für Schritt durch das Problem. Wenn du eine Antwort nicht weißt, kannst du das offen kommunizieren. Interviewer:innen erwarten in der Regel nicht, dass du alles weißt.

Tipp: Nimm dir kurz Zeit zum Nachdenken, strukturiere deinen Ansatz und führe die Interviewer:innen durch deinen Gedankengang.

Fazit

Eine gute Vorbereitung besteht aus einer Kombination aus technischen Fragen, einem fundierten Verständnis der relevanten Konzepte und der Vorbereitung auf Behavioral Questions. Ebenso wichtig ist es, die eigene Motivation überzeugend zu vermitteln und echtes Interesse zu zeigen.

Außerdem ist es wichtig, regelmäßig unter realistischen Bedingungen zu üben, um darin besser zu werden, die eigenen Überlegungen klar und selbstbewusst zu erklären. So kannst du auch mit unerwarteten Fragen im tatsächlichen Interview besser umgehen.

Die wichtigste Erkenntnis: Versuche nicht, dich auf jede mögliche Frage vorzubereiten. Konzentriere dich stattdessen darauf, die Grundlagen wirklich zu verstehen, deine eigene Geschichte und Motivation zu kennen und zu üben, wie du deine Gedanken auch unter Druck klar und strukturiert kommunizierst.

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