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Zeit für Notizen in Case Interview

Hallo! Ich bin noch Bachelor-Student und demnächst steht ein Case-Study Interview im Consulting an.

Aufgrund meiner geringen Vorerfahrungen wollte ich fragen, ob und wenn ja, wie lange ich mir nach eine Frage im Case Zeit nehmen darf für Notizen oder ob man schon sehr zügig eine Antwort geben muss?

Man braucht diese ja meistens für eine Erstellung eines Problembaumes z.B.

Vielen Dank für jede Hilfe/Einschätzung :)

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Profile picture of Cristian
on Nov 11, 2025
Ex-McKinsey | Verifiable 88% offer rate (annual report) | First-principles cases + PEI storylining

Paul, 

I'll answer in English if that works for you. 

After you receive the prompt, make sure that you first play it back to ensure you got everything down correctly. 

Then feel free to ask clarifying questions, if you have any, either about anything that doesn't make sense, or if you think there's any specific data point that could bring you already close to a hypothesis. 

Then ask for time. How long? Typically 1-2 minutes. Most people rush unnecessarily at this point. It's critical to take this time and develop a top down structure and enough relevant content to present for 3-5 minutes depending on the firm. 

Best of luck with your prep and feel free to drop me a line if you have any questions!

Cristian 

P
on Nov 11, 2025
Cristian,

Thanks a lot! That helps me with my preparation.
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Margot
Coach
on Nov 11, 2025
10% discount for 1st session I Ex-BCG, Accenture & Deloitte Strategist | 6 years in consulting I Free Intro-Call

Hi Paul,

Ja, du darfst dir auf jeden Fall Zeit für Notizen und zum Strukturieren nehmen. Das ist sogar ausdrücklich erwünscht. Nach dem Case-Prompt (also der Aufgabenstellung) ist es völlig normal, kurz zu sagen:

„Danke, darf ich mir eine Minute Zeit nehmen, um meine Gedanken zu strukturieren?“

Etwa 1 bis 2 Minuten sind dabei absolut in Ordnung. In dieser Zeit kannst du dir den Problembaum oder deine Struktur aufschreiben. Wichtig ist nur, dass du danach laut denkst und erklärst, wie du an die Aufgabe herangehst.

Wenn du zwischendurch neue Informationen bekommst (zum Beispiel Zahlen), darfst du dir auch dann kurz Zeit nehmen, um mitzuschreiben. Solange du den Interviewer aktiv einbindest („Ich notiere mir kurz die Zahlen“) wirkt das professionell.

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Alessa
Coach
on Nov 11, 2025
MBB Expert | Ex-McKinsey | Ex-BCG | Ex-Roland Berger

Hey Paul :)

du darfst dir auf jeden Fall kurz Zeit nehmen! Ganz normal ist, dass man nach der Case-Frage 30 Sekunden bis 1 Minute nutzt, um sich Notizen zu machen und die Gedanken zu strukturieren. Sag am besten kurz etwas wie: „Ich würde mir kurz ein paar Sekunden nehmen, um meine Gedanken zu ordnen“ – das wirkt souverän. Danach erklärst du laut, wie du den Case angehen würdest, z. B. deinen Problembaum.

Meld dich gern, wenn du willst, üben wir das einmal zusammen!

LG,
Alessa :)

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Sidi
Coach
edited on Nov 13, 2025
McKinsey Senior EM & BCG Consultant | Interviewer at McK & BCG for 7 years | Coached 500+ candidates secure MBB offers

Hey Paul,

ja, du darfst dir nach der Case-Frage unbedingt Zeit zum Strukturieren nehmen – aber nicht, um in Ruhe Notizen zu machen, sondern um deinen Denkprozess gezielt zu steuern.

Was Interviewer wirklich wollen:

Nicht, dass du dich „in Ruhe sortierst“.
Sondern dass du in 60–90 Sekunden zielgerichtet und top-down eine klare Struktur entwickelst, mit der du das Problem hypothesenbasiert angreifen kannst.

Nicht: „Ich brauche kurz Zeit, um nachzudenken.“
Sondern:

„Ich würde mir einen Moment nehmen um meinen Ansatz zu entwickeln, und Sie danach einmal durchführen. Ist das in Ordnung?“

 

So nutzt du die Zeit wie ein Profi:

  1. Ziel definieren
    → Was genau soll gelöst werden? Marktanteil erhöhen? Kosten senken? Diagnose eines Problems? Eintrittsentscheidung? ...
  2. Treiber logisch zerlegen
    → Welche Faktoren beeinflussen direkt das Ziel? Welche Hypothesen oder Kriterien lassen sich testen?
  3. Gliederung in klare Äste
    → Jeder Ast = ein prüfbarer Treiber. Keine Standard-Frameworks. Nur saubere Logik.
  4. Glattziehen, Einstieg vorbereiten
    → „Ich würde die Frage in drei Bereiche gliedern…“
    → Dann führst du den Interviewer ruhig durch deinen Ansatz.

Wichtig:

  • 1–2 Minuten sind normal. Aber nicht vertrödeln. Kein lautes Denken.
  • Danach: Struktur laut und klar präsentieren, mit Begründung für jeden Ast.
  • Bei Rechenaufgaben oder neuen Infos: ruhig mitschreiben – aber immer mit kurzer Einleitung („Ich notiere mir das kurz“). So bleibst du professionell und präsent.

Fazit:
Notizen sind kein Ziel. Struktur ist das Ziel.
Wer diese Minute nutzt, um saubere Hypothesen zu bauen, hebt sich von 90% der Kandidaten ab.

 

Viel Erfolg!
Sidi

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Dr. Sidi S. Koné